DER DEFINITIVE LEITFADEN FÜR

Patient Journey

Der Patient als Dreh- und Angelpunkt eines zukunftsweisenden Konzepts

 

Patient Monitors and Data Supported Solutions

Auf dem konventionellen Weg von der ersten ärztlichen Diagnose bis zur Heilung einer Erkrankung geht allzu häufig wichtiges Wissen verloren. Symptome, die maßgeblich auf die jeweilige Krankheit hingedeutet haben, kommen in der Regel ebenso wenig zur Sprache wie die Nachsorge. Eine unterbrechungsfreie Informationskette könnte indessen sowohl Patienten als auch Ärzten sowie der Pharmaindustrie und sonstigen Interessengruppen im medizinischen Bereich von großem Wert sein. Das Konzept der Patient Journey löst diese Probleme auf innovativste Art und Weise.

 

Was steckt hinter den Begriffen „Patient Journey“ und „Patient Reported Outcomes“?

Patient Journey bedeutet ins Deutsche übersetzt „Patientenreise“. Die Idee hinter dem Modell ist, den Weg des Patienten visuell und möglichst vollständig von den ersten Anzeichen bis hin zur vollständigen Gesundung sowie eventueller Rezidive zu begleiten.

Bei den Patient Reported Outcomes – oder Patient Related Outcomes – (kurz PRO) – handelt es sich um die vom Patienten dokumentierte Erkrankungsreise und Dokumentation der individuellen Symptome. Sie stellt das Gegenstück zur Erhebung durch Ärzte und Pflegepersonal dar. Im Zentrum der Patient Journey stehen nicht nur unmittelbare Symptome, Nach- und Nebenwirkungen von etwaigen Medikamenten und Behandlungsergebnisse, sondern gleichermaßen subjektive Empfindungen.

 

Wer profitiert von Patient Reported Outcomes?

Obwohl die Themen Real World Data und Big Data in Healthcare – insbesondere aus datenschutzrechtlichen aber auch aus ethischen Gründen – nach wie vor skeptisch betrachtet werden, sind sie im Hinblick auf zahlreiche Prozesse im Gesundheitswesen ein wahrer Segen. Vor allem erweisen sie sich als vielversprechende Grundlage für den unaufhörlich fortschreitenden Trend der sogenannten Patient Centrisity, bei der wiederum einzig und allein das Wohl des Patienten im Mittelpunkt steht. Am Ende profitiert also die oder der Kranke von den von ihr/ihm eigenständig zusammengetragenen Patientendaten.

Patient Journeys sind zwar keine gänzliche Alternative zu klinischen Patienten-Studien, erweisen sich jedoch immer mehr als ein nutzenbringendes Instrument zu deren Ergänzung. Forscherteams profitieren ebenso von PROs (Patient Reported Outcomes) wie pharmazeutische Unternehmen und nicht zuletzt niedergelassenes sowie klinisches Ärzte- und Pflegepersonal, Versorgungsämter und Krankenkassen.

Patient Data beziehungsweise Patientenerfahrungen aus erster Hand können zum Beispiel dienliche Hinweise zur Wirksamkeit oder zu Nebenwirkungen eines in der Entwicklung befindlichen Medikaments liefern. Potenzielle Behandlungserfolge lassen sich auf diese Art und Weise besser einschätzen und Kosten einsparen.

 

Patient Generated Data als Ausgangspunkt für die medizinische Entwicklung 

Da Patientendaten einen unmittelbaren Blick auf die Aspekte werfen, die in anonymisierten, klinischen Studien zumeist nicht zur Sprache kommen, hat die Patient Journey einen maßgeblichen Anteil an der Reformation des Gesundheitsmanagements. Der Patient steht im Zentrum und alle Behandlungen werden punktgenau auf ihn abgestimmt – sei es im Anfangs-, im Endstadium oder in Folge seiner Erkrankung.

Die Allgemeinheit zieht ihren Vorteil sowohl aus den persönlich als auch den ökonomisch positiven Aspekten des revolutionären Konzepts. So können Kosteneinsparungen in der Pharmaindustrie oder bei den Krankenkassen durchaus Erleichterung für den Einzelnen nach sich ziehen. Nicht zuletzt trägt die Patient Journey dazu bei, komplexe Sachverhalte besser zu verstehen und die gewonnenen Erkenntnisse in zukünftige Behandlungspraxen einbeziehen zu können.

Zu den grundlegenden Bereichen, die die Patient Reported Outcomes abdecken sollen, gehören Angaben zur/zum:

  • Lebensqualität in Bezug auf die Gesundheit und das Wohlbefinden
  • Zufriedenheit mit Behandlungen, dem behandelnden Personal und dem Gesundheitssystem im Allgemeinen
  • Physische, psychische und soziale Situationen und Reduktionen
  • Symptome
  • Therapie und Zufriedenheit mit deren Ergebnissen
  • Vor- und Nachsorge

 

Wie lässt sich eine konstruktive Patient Journey umsetzen? 

Das Fundament einer jeden Patient Journey bildet der Patient beziehungsweise Patient Cohorts – also Patientenkohorten. Bei Letzteren handelt es sich um eine Gruppe erkrankter und über eine längere Zeit hinweg beobachteter Personen, bei denen zum Beispiel ähnlich geartete Symptome auftreten oder genetische Gemeinsamkeiten vorhanden sind.

Der bedeutungsvollste Schritt im Rahmen einer Patient Journey ist das Sammeln relevanter Daten. Dies geschieht häufig auf der Basis einer Patientenbefragung oder/und -beobachtung. Hierbei werden spezielle Techniken wie etwa die Methode des „Lauten Denkens“ angewandt. Zu den wichtigsten Informationen gehören dabei die individuellen Eindrücke und Einsichten des Patienten sowie seine Gefühle und sein Verhalten.

Im Zuge der medizinischen Digitalisierung haben komplexe und einfach anzuwendende eHealth-Apps den alt bewährten Patientenfragebögen den Rang abgelaufen. Die Apps können sowohl allgemeingültig als auch auf ein bestimmtes Krankheitsbild spezialisiert sein. Viele Kliniken stellen zum Beispiel schon jetzt eigene Krankenhaus-Apps zur Verfügung, die den Erkrankten durch seine gesamte Patientenreise begleiten. Das stärkt zum einen die Verbindung zwischen Patienten und Behandler. Zum anderen erschließt es neue und deutlich vereinfachtere Kommunikationswege.

 

Was passiert mit den zusammengetragenen Daten?

Die eingehende Informationsflut wird analysiert und anschließend visualisiert. Die Möglichkeiten sind an dieser Stelle unbegrenzt. In der grafischen Darstellung sollten sowohl der Krankheitsverlauf in chronologischer Reihenfolge als auch die einzelnen Behandlungsstationen auftauchen. Zentrale Bestandteile der Patientenreise sind die Angaben der Erkrankten. In den Kontext mit den übrigen Fakten gesetzt, bilden diese die Basis für die Entwicklung von Therapieansätzen, die in der Patient Journey gleichermaßen eine elementare Instanz abbilden. Dasselbe gilt für Sachverhalte zur Nachsorge sowie zu eventuellen Rückfällen und deren Auslösern.

 

Digitale Patient Journeys vor dem Hintergrund des Datenschutzes 

Im Rahmen einer Patient Journey soll es in erster Linie um die zentralen Bedürfnisse des Patienten gehen. Dabei dürfen dessen Interessen in Hinsicht auf den Datenschutz nicht außenvorgelassen werden. Die kann sich im Zuge der Offenlegung von Symptomen, Diagnosen und vor allem persönlicher Empfindungen und Wünsche schwierig gestalten. Hier gilt es, den Anforderungen aller Beteiligten Genüge zu tun. Aus diesem Grund werden hier Konzeope der Anonymisierung sowie der Aggregation von Daten genutzt. Auch können sogenannte föderierte Netzwerke die räumliche Trennung von Daten sicherstellen.

 

Fazit: Patient Journeys können zur Verbesserung des Gesundheitssystems beitragen

Im Gesundheitswesen geht der Trend in Richtung Digital Health. Im Mittelpunkt stehen dabei der Patient und seine individuellen Bedürfnisse. Komplexe und detailliert dokumentierte Patientenreisen haben einen maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung. Durch die Visualisierung aller Stationen, die die oder der Erkrankte durchläuft, lassen sich Krankheitsverläufe besser verstehen und neue Therapie- sowie Forschungsansätze entwickeln. Darüber hinaus kann die innovative Patient Journey als ein effektives Instrument zur Verbesserung von Marketingstrategien fungieren und sich damit sowohl für Praxen und Kliniken als auch für Versorger und alle Interessengruppen im Bereich des Gesundheitswesens als äußerst profitabel erweisen.

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